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Verbandsreise ins gelobte Land ein voller Erfolg

Ein Reisebericht von Thomas Schäfer

Es war die „etwas andere Verbandsreise“, unser Trip nach Israel vom 22. bis 31. Mai 2019. Natürlich gab es, wie üblich bei solchen Reisen, viel Kultur, viel Landesgeschichte, viele herrliche Landschaften im Land der Bibel. 
Aber die Reise unter der Überschrift „Josef war ein Zimmermann“ hat uns dann durch den Besuch der biblischen Stätten mehr und mehr auf den Ursprung unseres christlichen Glaubens, auf Jesus, den Sohn im Hause des Josef, hingeführt und uns sehr beeindruckt. 

Bereits der Start war etwas Besonderes: Mit Panzerspähwagen wurde unser Flugzeug der El Al auf dem Rollfeld des Münchner Flughafens zum Start begleitet! Sicherer kann man nicht fliegen! In Tel Aviv angekommen, gab es einen fantastischen Blick auf die modernste Stadt Israels von Alt Jaffo aus – von dort kommen nicht nur die Jaffa-Orangen. Die Skyline von Tel Aviv am frühen Abend zeigte die moderne und pulsierende Dynamik dieses innovativen Landes. Unser israelischer Guide Yossi (Josef!) – der Name war Programm – informierte umfassend im Kampf mit der deutschen Grammatik und den Worten. 


Nach Strandbar und Übernachtung im Hotel Grand Beach ging es im ersten Block unserer Reise für drei Tage in den Norden Israels
Cäsarea, erbaut von König Herodes, dem Kindesmörder zur Zeit von Jesu Geburt, mit ehemals mächtigem Palast und Hippodrom. Haifa, die eindrucksvolle Hafenstadt mit dem Bahai Tempel und Besuch des Kibbuz Beth El, der von Schwaben aus Korntal in den 1960igern gegründet wurde. 
Unser Hotel Leonardo lag direkt am See Genezareth und war Ausgangspunkt für besondere Impressionen im „Jesus-Land“, wie es unser Reiseleiter Yossi nannte:
Berg der Seligpreisungen (Bergpredigt), Speisung der 5000, Fischzug des Petrus nach Auferstehung, Kapernaum mit dem Haus des Petrus, Petrus Fischessen und Fahrt auf dem See Genezareth, Golanhöhen mit Blick nach Syrien, Besuch von Nazareth mit der Verkündigungskirche der Maria. Abends dann eine Runde Schwimmen im kühlen See Genezareth – das war erfrischend bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad. Im Hotel konnten wir an den Nebentischen die Shabbat-Feier der Israelis miterleben.  Unsere Erkenntnis: von Freitagabend bis Samstagabend geht in Israel nichts! Da ist einfach Sabbat!

Dann ging es für fünf Nächte nach Jerusalem. Auf dem Weg dahin Berg Tabor, dem Berg der Verklärung. Zwischenstopp im Sachne Nationalpark zum erfrischenden Badevergnügen. Das tat gut bei Temperaturen knapp unter 40 Grad! Dann Weiterfahrt zur Jordantaufstelle von Johannes dem Täufer und Besuch der Palästinenserstadt Jericho am Fuße des Berges der Versuchung. Und immer wieder ein Blick in die Bibel, um zu lesen was sich an den historischen Stätten ereignet hat. Die Einfahrt in Jerusalem –  beeindruckendste Stadt der Welt (der Autor!). Mit Brot und Wein und herrlichem Blick über Jerusalem überraschte uns Yossi, unser Guide. Unser Hotel Dan Boutique bot den Blick auf die Altstadt und war gut gelegen. Von dort aus kamen wir schnell in die historischen Mauern von Jerusalem, dem Zionsberg, der Grabes- und der Erlöserkirche, sind wir den Kreuzweg Jesu auf der Via Dolorosa nachgegangen, haben Kaffee im österreichischen Hospiz getrunken. Zwischendurch genossen wir Falafel mit Kichererbsen, leckeren Rohkostsalaten und duftenden Gewürzen. 


Der Besuch an der Klagemauer und der Rundgang unter der Stadt an den 2000 alten Jahre Stadtmauern entlang – das weckte besondere Gefühle. So wie auch der Besuch in der Geburtsstadt Jesu in Bethlehem. Dort wurde dann Walter Bauer unter professioneller Anleitung eines Palästinensers zu Jassir Arafat verwandelt und es gab reichlich Gelegenheit zum Souvenireinkauf beim Besuch der Behinderteneinrichtung Lifegate. Nicht fehlen durfte Yad Vashem im Reiseprogramm, der Holocaustgedenkstätte. Das machte die meisten sehr betroffen. Anschließend ein Blick auf die Knesset und abschließend eine nächtliche Stadtrundfahrt. Dabei lernten wir eine Stadt mit vielen Gesichtern kennen!


Am vorletzten Abend hatten wir im Hotel einen interessanten Informationsabend mit dem Journalisten und Theologen Johannes Gerloff, der mit seiner Familie seit 25 Jahren in Jerusalem lebt. Er berichtete fundiert und eindrucksvoll von der Spannung in dieser Stadt, dem eigentlich guten Miteinander zwischen Arabern und Israelis, welches durch extreme Palästinenser, die Hamas, immer wieder belastet wird. Leider, so Gerloff, werde dies in der Presse oftmals falsch dargestellt. In einer lebhaften Diskussion an der Hotelbar bis fast um Mitternacht machte er klar, dass es aus seiner Sicht letztendlich keine kurzfristige Lösung gibt. Die Kunst sei, das „Jetzt und Heute“ auszuhalten und bestmöglich zu gestalten. 

Am letzten Reisetag Besuch der Festung Masada in der Wüste. Dieses Unesco Weltkulturerbe ist das Symbol für die Freiheit Israels und wurde von den Römern 74 n.Chr. zerstört. Von dort aus herrlicher Blick auf das Tote Meer, dem tiefsten Ort der Erde (minus 427 Meter). Nach einem „Schwebebad“ im 28 prozentigen Salzwasser des Toten Meeres ging‘s dann zurück zum abendlichen Ausklang bei Bier und Wein auf der Dachterrasse des Hotels. 


Nach kurzer Nacht und sicherem Rückflug kamen wir wohlbehalten wieder in München an. Bereichert mit vielen neuen Impressionen. Alle Teilnehmer haben einen neuen Blickwinkel auf das Land Israel, das Volk der Juden und ihren christlichen Glauben gewonnen. Als Fazit für die Eindrücke der Reiseteilnehmer sei ein Statement von Ursula Weizenegger genannt: „Für mich war das eine meiner inhaltlich sehr wertvollen und eindrucksvollsten Reisen. Vielen Dank und shalom“. Verabschiedet hat sich unser Guide Yossi mit einem „Leute, Leute – das war schön mit Euch. Vielleicht nächstes Jahr in Jerusalem?" - Gerne wieder

© Thomas Schäfer
© Thomas Schäfer
An der Geburtskirche in Bethlehem
© Thomas Schäfer
"Jassir el Bauer"
© Thomas Schäfer