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Magazin - Verband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Baden-Württemberg
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Erschienen: Dezember 2011 | Magazin Holzbau und Ausbau

Ab 2012 Förderung des Einbaus von Rußpartikelfiltern in PKW und leichte Nutzfahrzeuge



Die Förderung der Nachrüstung mit Partikelfiltern für Diesel-Pkw soll ab 1. Januar 2012 mit einem Festbetrag in Höhe von 330 Euro (in Fortsetzung der bereits 2009 und erneut bis Ende 2010) eingeführten Regelungen wieder aufgenommen werden.

Wie bereits im Jahr 2010 wird auch die Nachrüstung von leichten Diesel-Nutzfahrzeugen bis maximal 3,5 Tonnen Gesamtmasse mit einem Festbetrag von 330 Euro gefördert.

Unser Zentralverband in Berlin (ZDB) hat sich für die Wiederaufnahme der Förderung eingesetzt, um auch Unternehmen mit leichten Nutzfahrzeugen bei der Anpassung an die Anforderungen der Umweltzonen zu unterstützen. Die von Fahrverboten in Umweltzonen besonders betroffenen Fahrzeuge der baugewerblichen Betriebe können nun mit staatlicher Förderung mit Filtersystemen nachgerüstet werden. Sie erhalten eine günstigere Umweltplakette und können, je nach Plakette und Ausgestaltung der Umweltzone, auch weiterhin in die in vielen Städten eingerichteten Umweltzonen fahren.

Im Haushaltsjahr 2012 sollen für das Programm 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Damit können rund 90.000 Nachrüstungen gefördert werden. Die Förderung soll spätestens Ende 2013 auslaufen. (Im Jahr 2013 wird der voraussichtliche Förderbetrag bereits reduziert.)

Hinweis: Die Bundesregierung stellt klar, dass keine rückwirkende Förderung für Nachrüstungen aus dem Jahr 2011 (als keinerlei Fördermöglichkeiten bestanden) erfolgen wird. Konkrete Richtlinien liegen noch nicht vor. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Umsetzung an den "Richtlinien zur Förderung des nachträglichen Einbaus von Partikelminderungssystemen bei Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeu- gen mit Selbstzündungsmotor (Diesel)" von 2010 orientieren wird. Das Bundesumweltministerium rechnet mit der Veröffentlichung der Richtlinien im Laufe des Dezembers, soweit es keine Verzögerungen beim Bundeshaushaltsgesetz gibt.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wird erneut mit der Abwicklung des Verfahrens beauftragt werden. Zu kritisieren ist, dass es erneut zu einer Begrenzung auf Fahrzeuge unterhalb von 3,5 Tonnen kommt. Damit werden die besonders betroffenen Fahrzeuggruppen zwischen 3,5 und 12 Tonnen von allen Fördermaßnahmen ausgeschlossen. Diese Förderlücke ist sachlich nicht begründet. Hinweise zu technischen Möglichkeiten der Nachrüstung und bestehenden Nachrüstsystemen für einzelne Fahrzeugtypen sind auf der Internetseite www.partikelfilter nachrüsten.de zu ersehen.


Erschienen: Dezember 2011
Holzbau und Ausbau | Info-Magazin | 5755 E
Verband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Baden-Württemberg



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